Das Wichtigste in Kürze:
Zielgruppenansprache: Jugendliche sind auf Social Media aktiv, insbesondere Instagram, TikTok und YouTube.
Kreative Maßnahmen: Interaktive Formate, Takeovers und gezielte Social-Media-Kampagnen steigern die Reichweite.
Employer Branding: Zeige authentische Einblicke und echte Erfahrungen, um Vertrauen aufzubauen.
Gezielte Werbung: Optimiere Stellenanzeigen für mobile Nutzung und platziere sie auf passenden Plattformen.
Erfolg messen: Nutze KPIs wie Bewerberzahlen, Engagement und Conversion Rate zur Optimierung deiner Strategie.
Der Ausbildungsmarkt hat sich verändert: Weniger Schulabgänger und steigende Konkurrenz durch Hochschulen erschweren die Suche. Klassische Methoden wie Zeitungsanzeigen sind nicht mehr genug. Jugendliche sind heute digital auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube unterwegs.
Unternehmen müssen daher gezielt dort werben, um Auszubildende zu gewinnen und sich gegen den Wettbewerb durchzus. Erfolgreiches Azubi- und Schülermarketing ist heute ein kontinuierlicher Prozess, der strategische Planung und authentische Ansprache erfordert.
Soziale Netzwerke sind der zentrale Anlaufpunkt der Generation Z. Ausbildungsbetriebe sollten daher Plattformen wie Instagram, TikTok und Snapchat gezielt für ihre Auszubildenden Werbung nutzen. Wichtige Faktoren sind:
Wichtig:
Jugendliche unter 18 Jahren können bei Facebook und Instagram (META) nicht targetiert werden! Es gibt jedoch andere Möglichkeiten, diese jungen Menschen zu erreichen – zum Beispiel über deren Eltern.
Bei TikTok ist das Targeting der U18 Zielgruppe möglich, jedoch ohne weitere Verfeinerungen wie das Geschlecht, Verhaltensweisen, Interessen usw.
Wie man mit Social Recruiting Azubis gewinnen kann findest du hier.
Die klassische Stellenanzeige muss für junge Bewerber optimiert werden. Erfolgreiche Azubi-Stellenanzeigen haben folgende Merkmale:
Einfache Sprache: Vermeidung von komplizierten Jobtiteln und Fachjargon.
Klarer Mehrwert: Warum lohnt sich diese Ausbildung? Welche Vorteile gibt es?
Mobile Optimierung: Die Anzeige muss auf Smartphones ansprechend dargestellt werden.
Platzierung auf den richtigen Plattformen: Neben Jobportalen sollten auch soziale Netzwerke genutzt werden.
Active Sourcing bedeutet, dass Unternehmen nicht auf Bewerbungen warten, sondern aktiv nach passenden Kandidaten suchen. Dies geschieht über:
Interaktion über Social Media: Unternehmen können durch relevanten Content interessierte Jugendliche identifizieren und gezielt ansprechen.
Direkte Ansprache auf Instagram & TikTok: Durch gezielte Interaktion mit Likes, Kommentaren und Challenges können potenzielle Azubis angesprochen werden.
Nutzung von Talentpools: Unternehmen sollten frühzeitig Beziehungen zu potenziellen Azubis aufbauen und regelmäßig in Kontakt bleiben.
Azubi Marketing ist mehr als nur Werbung – es geht um den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke. Dies kann erreicht werden durch:
Echte Einblicke: Videos und Berichte über den Arbeitsalltag in sozialen Medien.
Testimonials von aktuellen Azubis: Warum haben sie sich für diesen Ausbildungsbetrieb entschieden?
Karriereseiten mit Azubi-Fokus: Optimierte Landingpages mit allen relevanten Infos.
Content Marketing hilft dabei, Vertrauen aufzubauen und langfristig junge Menschen zu gewinnen. Gute Inhalte sind:
Blogartikel: „Wie finde ich den richtigen Ausbildungsplatz?“
Videos: Interviews oder Tagebuch-Serien von Jugendlichen die gerade ihre Ausbildung machen.
Infografiken: Bewerbungstipps und Karrieremöglichkeiten.
Mitarbeiter sind die besten Werbeträger, weil persönliche Empfehlungen oft mehr Vertrauen schaffen als klassische Werbung. Empfehlungsprogramme können beinhalten:
Prämien für erfolgreiche Empfehlungen
Social-Media-Aktionen, bei denen Mitarbeiter ihre Erfahrungen teilen
Recruiting-Events müssen modern und interaktiv gestaltet sein, um offene Ausbildungsplätze mit Erfolg besetzen zu können:
Escape-Room-Challenges mit Bewerbern
Live-Q&A mit Azubis auf Instagram oder YouTube
Workshops, bei denen Bewerber die Firma praktisch kennenlernen
Auch wenn digitale Strategien eine immer größere Rolle spielen, bleibt die Offline-Werbung ein wichtiger Bestandteil beim Azubimarketing. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf eine Kombination aus beiden Welten.
Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen helfen dabei, direkten Kontakt zu potenziellen Bewerbern aufzubauen.
Ausbildungsmessen und lokale Events bieten eine ideale Plattform, um das Unternehmen und dessen Ausbildungsberufe persönlich vorzustellen.
Plakate, Flyer und kreative Printwerbung bleiben besonders in Schulen und Jugendzentren wirksame Instrumente.
Guerilla-Marketing setzt auf unkonventionelle Maßnahmen, um die Zielgruppe zu erreichen. Warum? Es erzeugt Überraschungseffekte und virale Aufmerksamkeit. Beispiele hierfür sind:
– Flashmobs in Schulen oder auf Messen
– Versteckte QR-Codes auf Plakaten, die zu exklusiven Bewerbungsvideos führen
– Pop-up-Aktionen in Einkaufzentren, bei denen sich Jugendliche direkt bewerben können
Um den Nachwuchs effektiv anzusprechen, müssen potenzielle Arbeitgeber ihre Zielgruppe genau kennen. Mit Azubi-Personas können Ausbildungsbetriebe typische Bewerberprofile erstellen und so ihre Werbemaßnahmen optimal ausrichten. Dabei werden Aspekte wie Interessen, bevorzugte Kommunikationskanäle und berufliche Erwartungen berücksichtigt.
Eine emotionale und authentische Kommunikation ist entscheidend, um das Interesse potenzieller junger Menschen die eine Ausbildung machen wollen zu wecken. Unternehmen sollten Geschichten erzählen, die junge Menschen ansprechen, beispielsweise:
Erfolgsgeschichten von aktuellen und ehemaligen Azubis
Herausforderungen und Highlights der Ausbildung
Einblicke in den Alltag
Unpersönliche und generische Anzeigentexte
Fehlende direkte Kontaktmöglichkeiten
Die Wahl des richtigen Kanals hängt von der Zielgruppe ab. Neben Social Media Marketing können auch Events, Schulevents und Influencer-Kooperationen effektiv sein.
Unternehmen stehen oft vor der Frage, ob sie sich regional oder überregional ausrichten sollten.
Wann lohnt sich eine regionale Strategie?
Unternehmen mit wenigen Standorten, die stark in der Region verwurzelt sind.
Branchen mit starker lokaler Konkurrenz (z. B. Handwerk, Einzelhandel).
Betriebe, die auf persönliche Netzwerke und Schulen setzen können.
Wann ist eine überregionale Strategie sinnvoll?
Spezialisierte Unternehmen, die nur wenige Auszubildende pro Jahr benötigen.
Firmen mit mehreren Standorten, die nicht genügend Bewerber vor Ort finden.
Unternehmen in strukturschwachen Regionen, die Azubis aus anderen Bundesländern oder dem Ausland gewinnen wollen.
Kombinierte Strategie:
Viele Unternehmen profitieren von einer Kombination aus beiden Ansätzen: Regional wird direkt beworben, während überregionale Maßnahmen digital unterstützt werden.
Beispiele für erfolgreiche Azubi Werbekampagnen
Edeka #Azubimojis: Eine virale Social-Media-Kampagne, bei der Azubis eigene Emojis entwickelten, die ihren Arbeitsalltag widerspiegeln.
Deutsche Bahn – #BahnAzubis: TikTok-Challenges mit Azubis, die ihren Alltag dokumentieren und spannende Einblicke geben.
Handwerkskammer – „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan“: Eine emotionale Imagekampagne mit echten Azubis, die authentisch über ihre Erfahrungen berichten.
Erfolgsfaktoren dieser Kampagnen:
Die Nutzung von Social-Media-Trends und Plattformen, die von der Zielgruppe intensiv genutzt werden, kombiniert mit authentischen Einblicken echter Auszubildender, die ihre Erlebnisse direkt teilen. Plus interaktive und kreative Elemente, die zur Teilnahme anregen und viral gehen können, waren und sind der Schlüssel zum Erfolg.
Wann spricht man von Viralität?
Ein Beitrag gilt als viral, wenn er innerhalb kurzer Zeit überproportional oft geteilt, geliked und kommentiert wird. Eine hohe Reichweite entsteht meist durch organisches Wachstum, also wenn Nutzer Inhalte freiwillig weiterverbreiten. Messbare Indikatoren sind hohe Engagement-Raten, rasant steigende Views und eine starke Interaktion über verschiedene Plattformen hinweg.
Interaktive Formate binden junge Talente aktiv ein und erhöhen die Reichweite:
Challenges: Unternehmen können Azubi-Challenges ins Leben rufen, bei denen Teilnehmer kleine Aufgaben bewältigen (z. B. „Zeig uns deinen kreativen Arbeitsweg“).
Quiz & Tests: „Welcher Ausbildungsberuf passt zu dir?“-Tests als Lead-Magneten.
Gewinnspiele: Teilnahme durch Kommentar oder Story-Erwähnung steigert das Engagement.
Live Q&A-Sessions: Bewerber können Azubis Fragen in Echtzeit stellen.
Vielfalt und Diversität spricht nicht nur mehr potenzielle Azubis an, sondern verbessert auch die Unternehmenskultur und Innovationsfähigkeit. Studien zeigen, dass diverse Teams produktiver und kreativer arbeiten, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.
Krisen wie wirtschaftliche Abschwünge oder Fachkräftemangel erfordern flexible Strategien:
Reichweite trotz Budgetkürzungen: Fokus auf organische Reichweite durch Social-Media-Marketing und Employer Branding. Niedrigere Werbebudgets durch Community-Strategien ausgleichen.
Digitale Rekrutierung ausbauen: Virtuelle Karrieremessen, Online-Bewerbungsgespräche und vermehrt Video-Content für authentische Einblicke.
Azubi-Treueprogramme: Neben finanziellen Anreizen auch Entwicklungsmöglichkeiten wie digitale Lernplattformen oder Weiterbildungen bieten. Die Bindung von bestehenden Personal ist kosteneffizienter als die teure Rekrutierung neuer Talente. Unternehmen sparen langfristig, da Fluktuation gesenkt und Ausbildungsabbrüche verhindert werden.
Gezielte Förderung nutzen: Staatliche Förderprogramme wie das „Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern“ bieten Unternehmen bis zu 6.000€ Prämie pro Auszubildenden (bis 2021). Oder durch Azubi Übernahme aus Insolvent gewordenen Betrieben. Weitere Förderungen gibt es über die IHK, regionale Wirtschaftsförderungen oder ESF-Programme.
Die wichtigsten KPIs im Azubi Marketing:
Bewerberzahlen: Wie viele Bewerbungen gehen pro Monat ein?
Conversion Rate (Bewerbung geteilt durch Stellenanzeige-Klicks)
Social Media Engagement Rate (Likes, Kommentare, Shares)
Cost-per-Application (CPA): Kosten pro eingegangener Bewerbung
Verbleibquote nach Ausbildungsstart
Azubi Werbung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um langfristig wettbewerbsfähig und als attraktiver Ausbildungsbetrieb wahrgenommen zu werden. Eine Kombination aus Online- und Offline-Maßnahmen, kreativen Kampagnen und gezielter Kommunikation ist der Schlüssel, um junge Talente für sich zu gewinnen. Wer Azubi Marketing strategisch plant und kontinuierlich optimiert, wird auch in Zukunft die besten Nachwuchskräfte für sich begeistern können.
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